The run 2021 mit Mirella

Am Freitag 11. Juni um 21.30Uhr war es soweit, mit 16 weiteren Schiffen starteten wir in Richtung Svendborg. Gleichzeitig sind in Schleimünde und Flensburg jeweils Yachten gestartet. eine Stunde Früher durften schon die Yachten von Fehmarn starten, die hatten ach die Längste Route während die anderen Gruppen ungefähr die gleiche Länge hatten (ca. 54sm). Wir gingen Blauäugig an die Sache ran, überlegten ob wir bis Bülk den Gennaker setezn sollten, verwarfen aber den Gedanken, „es sind ja die Klassiker, die gehen es ruhig an“.

Deutlich falsch gedacht, kaum kam der Starttut, schon flogen reichlich Spinnaker in die Luft, naja, wir kamen trotzdem gut raus und behaupteten die Führung in unser Gruppe,, hinter der „schnellen Gruppe“ mit Feo und Peter von Sestermühle, die sich recht schnell nach vorne entfernten. Der Wind pendelte so um 13-15 Knoten und Mirella lief unter Fock und Klüver schön gleichmäßig6,5 bis 7 knoten immer dicht gefolgt von zwei 7KR Kreutzern, der AR und der WegaXI (mit seeehr großem Spi!). So ging es in die Nacht, die leider nicht so hell war wie die Nächte davor, aber doch wenigstens trocken und mit Temperaturen die OK waren. Im dunkeln nahm der Wind auf 18 Koten zu, kurze Diskussion mit der Crew (Stephi, Susi und ich), soll der Klüver runter, oder nicht, er bleibt erstmal….zum Glück ist 20 Minuten später wieder weniger Wind, richtige Entscheidung!

Und dann kommen wir Richtung 1. Bahnmarke, zu dem Zeitpunkt einsam in Führung liegend (Peter und Feo sind auf Ihrer langen Bahn wo auch immer) bin ich doch sehr froh am Vorabend den Wegepunkt sehr genau auf die Tonne gelegt zu haben. in meinen Überlegungen der Windvorhersagen wären wir deutlich bei Tageslicht dort gewesen, nun war es noch so dunkel, das wir erst 30m vorher die Tonne ausmachen konnten, und Halse und rum. Vor dem Wind Lyö (südseite segelnd), dann nördlich um Avernakö rum, als wir östlich von Lyö sind wird der Wind deutlich weniger und Susi und ich beschließen mal den Gennaker zu setzen. Fährt gut! und kaum ist er oben gehen auch bei fast allen anderen die Spis hoch. ein schönes Bild so ein spinnakertreiben hinter einem!

Dann irgendwann wissen wir das wir noch 2 Halsen fahren müßen, also Stephi aus der Freiwache geholt, und bei inzwischen wieder 18-20 knoten das erste mal mit Morella Halsen- sollte man doch mal üben und nicht um 4.30 ohne Training ausführen- es kommt wie es kommen muss, der Gennaker kommt nicht weit genug vor und wickelt sich um das innere Vorstag……und es wird nicht weniger, nach 10 törns können wir zum Glück zurückhalsen und mit dem nun andersrum drehenden Wind den Gennaker wieder ausdrehen und Bergen. Heil!

Den Rest fahren wir dann ohne Gennaker und queren um 5.42 Uhr als erstes Schiff die Ziellinie.

Danach wird weiter zum Hafen gesegelt und wir bekommen als erstes das Kühle Bier von Pantaenius an Bord gereicht!.

Als wir später Aufwachen ist der Hafen voll von schönen klassischen Yachten und es herscht überall Hochstimmung das man endlich wieder soetwas erleben kann!

Hier ein paar Eindrücke von Svendborg:

P.S: was letztes Jahr noch alles so war, und was wir diesen Winter an Mirella mgemacht haben pflege ich so nach und nach ein, also keine Angst, ihr verpasst nix wenn Ihr von Zeit zu Zeit mal vorbeischaut.

Sorry…..

dass ihr so lange nichts gehört habt, aber keine Angst – Mirella segelt!!!!

Mirella in der Abendsonne beim Friedrichsorter Leuchtturm, Rückkehr aus der dänischen Südsee – 10 Tage bei herlicher Septembersonne.

Bis Ende August haben wir einen Arbeitsmarathonendspurt hingelegt (Berichte folgen), dann 3 Tage gewässert im Kran, danach war nur noch die Bordpumpe im Einsatz.

Aber die Arbeit hat sich gelohnt! War das Schiff vorher schon unheimlich schön, nun ist Sie noch schöner!

Segeln in der Abendsonne
Entspannen bei Sonne und leichten Winden
Auch bei Starkwind läuft Mirella gut an der Kreuz.

Das letzte Bild kommt vom letzten Montag, Rückweg von Marstal nach Kiel, Kreuzkurs gegen Südwest, herrliches Segeln.

Fortsetzung folgt (nun wohl hoffentlich wieder häufiger 🙂

 

 

Ein Monat vergangen, aber nicht ohne Arbeiten an Mirella :)

Die Leute, die uns regelmäßig im Blog besuchen, könnten denken, dass den letzten Monat über nichts passiert ist, dem ist aber gar nicht so, aber nach den vielen Stunden Arbeit war das Schreiben am Rechner nicht drin.

Mirella hat in der Zeit aber auch wieder Fortschritte gemacht,  hauptsächlich durch uns selbst, teilweise aber auch mit den Mitarbeitern.

Was ist passiert? Da die Planken und Spanten zum größten Teil 115 Jahre alt sind und meistens in sehr gutem Zustand, haben wir uns entschieden, wieder Öl und Bleimenninge als Beschichtung/Schutz zu nutzen. Für die Flächen zwischen den Hölzern – an den Kontaktflächen – haben wir Skidd angerührt, Talg und Bleimenninge „the red lead butter“. Hier ist die ganze Beschichtung (auf der Innenseite) schön zu sehen.

Mal sehen ob auch dies wieder 115 Jahre hält :).

Nun musste ja das Cockpit wiederhergestellt und alles mögliche lackiert werden, innen wie außen.

Also erst einmal Cockpit bauen, damit man dann die Hölzer beizen und lackieren kann, gleichzeitig im Vorschiff Decke und Rumpf innen vorbereiten.

Aber hier nun Schritt für Schritt:

Als erstes musste ich den neuen Heizöltank unter das Steuerbord Deck bauen, da kommt man, nach Einbau der Steuerbord Sitzducht, nur noch schwer ran.

Michael hat uns für den Tank einen speziellen Adapter gebaut, da es keine Chance gab, einen Schlauch zwischen Befüllbeschlag und Tank zu bekommen. Also gemessen und gezeichnet und dann:

So sah die Tankanschlussplatte aus: ein Gewinde um eine Schlauchtülle einzuschrauben.

Dieses Messingteil hat Michael uns nach unserem Entwurf gedreht, unten Gewinde für die Tankplatte, oben passend für den Befüllbeschlag, innenliegend ein O-Ring zur Dichtung.

Also Tank einbauen, Loch genau über dem Stutzen bohren und Befüllstutzen einstecken. Hört sich einfach an, dauert dann doch länger als gedacht.

Aber es hat funktioniert! Und jetzt können wir 32l Heizöl für die Heizung bunkern, was im Herbst (November) mehr  als eine Woche Durchheizen bedeutet. Natürlich kann man bei Heizölmangel auch Diesel einfüllen.

Die Enlüftung des Tanks habe ich mittels Y-Stück an die Entlüftung des Benzintanks für den Motor angeschlossen – man möchte ja nicht zuviele Beschläge auf dem niedrigen Freibord haben (das hat bislang (Nov. 2021) auch gut funktioniert. Andere Medien würde ich nicht gemeinsam entlüften (also kein Wasser, Abwasser oder ähnliches mit Betriebsstoffen zusammen).

Nun konnte es endlich mit der Cockpit-„Endmontage“  losgehen: die weiter unten beschrieben Teile konnten verleimt und verschraubt werden.

 

 

Als erstes wurde noch die abgebrochene Leiste Stbd achtern wieder angeleimt und auch mit dem Setzbord des Cockpits verleimt.

Dann den Träger, die Cockpitwand und die Träger der Sitzducht montieren und verleimen.

Es wird langsam! Mit der Laufplanke im Cockpit steht man auch endlich mal wieder „normal“ im Boot. Die ersten Bretter auf der Cockpitwand sind auch wieder montiert (verleimt)…..
Hier die tragende Platte unter der Sitzducht, hierauf kommen die Mahagoni-Vollholzbretter, welche die nachher sichtbaren Sitzduchten bilden. Hier sind dann auch alle außer einem original, nur eins war nicht zu retten. Zum Maßnehmen liegt schon ein „Deckel“ daneben.

Dann mussten die Ausschnitte für die Backskisten festgelegt und angezeichnet werden. Bloß nicht vermessen, dann wäre die Sperrholzplatte Verschnitt. Also alles 3 mal gecheckt, Massivholz oben aufgelegt, nochmal geschaut. Dann zuschneiden, alles passt.

Zum gebückten Ausgleich mit dem Stehen im Cockpit hatte ich die Deckenbalken der Decke abgeklebt und die Decke im Vorschiff lackiert.

Das bringt viel Hellligkeit ins Vorschiff.

Weiter im Cockpit:

Die Deckel sind fertig und liegen am Platz, die unbehandelten müssen aber noch lackiert werden. Gut zu sehen ist auch das Loch für den Stutzen des Heizöltanks, links vom Setzbord des Cockpits ziemlich mittig. Hier wird nach der Deckslackierung nur der Stutzen reingedrückt und montiert.

Auch unter dem Boot geht es weiter. Für das Ruderblatt muss noch eine Ausnehmung am Steven gemacht werden. Wie es geht, zeigt die nächste Bilderreihe:

Erstmal die genaue Mitte festlegen, dann zu einer Kreissäge ein passendes Anschlagsholz fixieren (ist hier links an der Kielkante zu sehen), damit man mit dieser einen geraden Einschnitt hinbekommt. Die Tiefe sollte man an der Kreissäge einstellen, passend zum Radius, den man ausarbeiten möchte.
Danach dann immer links und rechts im gleichen Abstand (mit gleicher, aber natürlich abnehmender Tiefe) Schnitte setzen, dazu jeweils das Anschlagsholz versetzen.
So sägt man dann am Anschlagsholz gerade runter. Dabei bitte immer den Rückschlag der Kreissäge beachten, also gut und sicher führen!!!!

Jetzt kann man mit einem scharfen Stechbeitel die Stege wegstemmen und hinterher mit einem speziellen Hobel die Rundung nachhobeln. Das Ergebnis sieht dann so aus:

So sieht die Ausnehmung am Ende aus. In dieser negativen Rundung wird nachher die Vorderkante des Ruderblattes drehen. Wenn man genau hinsieht, sieht man noch Steuerbord die Nieten, die gleich in die vorgebohrten Löcher durch den Spant getrieben und danach von innen vernietet werden.

Wieder oben im Cockpit, die Sitzducht ist gebeizt und einige Male lackiert.

Sitzducht inkl. Backskistendeckel nach ein paar Gängen Lack.

Nun musste das Lackieren weitergehen. Unsere Vorgänger haben das Kajütdach mit SP320 klarem Epoxi beschichtet und danach 2K lackiert. Auch dieser Lack hat inzwischen gelitten und wir hatten ihn schon mit angeschliffen. Das Lackieren sollte in folgender Reihenfolge passieren:

Als erstes der Rumpf, weil dieser keinen Einfluss auf die Sachen oben hat und schon mal härten kann, möglichst lange vor Fenderlast und co.

danach das Deckshaus Dach, weil dieses schnelle durchhärtet, zum weiteren Abkleben,  danach alle 1 K Klarlack Teile und als letztes das Deck. Alles im Engen Takt und mit minimaler Ablüftung zwischendurch. Das hieß einige Nächte lang lackieren, ging ja immer nur außerhalb der normalen Arbeitszeit (naja, manchmal wurde länger geschlafen, nach der Rumpflackierung bis um 4 Uhr zum Beispiel.

Mirella nach dem Unterwasser streichen auf dem Weg zur Deckshauslackierung 1K, gut zu sehen die Abklebungen oben auf dem 2 K Lack.

Der Name wird schonmal angehalten.

 

Das Deckshaus nach der Lackierung oben 2K Perfection, Direkt nach dem Lackieren aufgenommen, wegen noch vorhandenem Sprühnebel leider die schlechte Qualität.

und zu guter letzt:

Der 1 K lack ist fertig, unglaublich schön dieser tiefe Glanz und der warme Mahagoni Ton.
Das Deck gerollt mit International Interdeck, aufgenommen aus unserem Hubsteiger (drohne haben wir noch nicht).

Dieses Wochenende viele Kleinigkeiten

Nichts Großes zu sehen, könnte man sagen, aber viele Kleinigkeiten.

Freitag morgen konnte ich endlich die Decksbalken im Vorschiff lackieren. Perfektion Plus im Spritzverfahren, den letzten Gang leicht mattiert, danke an Michael, der so super abgeklebt hat. Da freut man sich schon auf das weiß Lackieren! Das wird erst die komplette  Optik bringen, aber trotzdem schonmal ein Bild.

Der Perfektion Klarlack lässt das Holz heller, da es nicht, wie die Öllacke, die Farben „anfeuert“.

Naja, Samstag war nicht viel mit Arbeiten, die Firma hat mal wieder die meiste Zeit beansprucht. Aber ein paar alte Borddurchlässe wurden entfernt und auch festgelegt, dass die neuen besser platziert werden und dichter zu den „Verbrauchern“ kommen sollen. Also werden wir mit ein paar Pfropfen die alten Löcher schließen. Dann mal checken, ob die neuen Borddurchlässe auch richtig bestellt wurden… – siehe da, eine Tülle fehlt, da muss ich mich drum kümmern.

Sonntag will ich dann erstmal die Geber der alten Nexus Anlage entfernen. Interessanterweise sind die Borddurchlässe mit Ettan eingesetzt, was wunderbar gedichtet und das Holz geschützt hat. Auch eine Idee.

Für die Raymarine Anlage gibt es nur noch einen Geber (DST800), der in das alte Lotgeber-Loch soll. Dieses muss aber größer und dabei auch richtig senkrecht gebohrt werden. Zwar ist drinnen und draußen je ein Ausgleichsklotz , aber der Geber zeigt doch 5-10 Grad nach außen. Das erklärt wohl auch das leichte Schaben über einen Stein bei 2,20 Wassertiefe – mit 2,0 Meter Tiefgang eher ungewöhnlich -, aber wenn der Geber schräg misst, wird die angebliche Tiefe größer……

Außerdem habe ich das Autopilot-Fundament fertig gemacht. Und ein Ruderlagengeber-Fundament angefertigt und mit Epoxi versiegelt, wobei ich die Löcher für die Schrauben, die durchgehen, immer deutlich größer aufbohre und mit angedicktem Epoxi fülle. Später bohre ich den Schraubendurchmesser in die „Epoxibuchse“, so wird das Eindringen von Wasser in die Sperrholzplatten verhindert.

Das Autopilot-Fundament fertig zur Aufnahme des Antriebes.

Die Fundamentplatte ist mit langen 8mm-Sechskantholzschrauben in die Eichenspanten gebolzt.

Außerdem habe ich noch das alte Garmin GPS, den Nexus Server und einen Funklautsprecher aus dem Salon ausgebaut. So ist der Salon noch schöner :).

Endlich, nun ist es soweit…..

Lange haben wir und besonders Bart auf diesen Moment hingearbeitet. Da letzte Woche wieder (fast) nur Kundenaufträge anstanden, ging es mit den Planken erst diese Woche weiter.

So sah es ja im Winter aus.

Hier kann man gut erkennen, wie dünn der Steven gerottet ist. Eigentlich geht er gut 10 cm weiter ins Schiff. Nach gut 115 Jahren und der schlechten Reparatur oberhalb des Stevens in den 70er Jahren ist dies nur verständlich.

Dann kam erst der Steven:

Das war der erste Meilenstein auf dem Weg des Aufbaus.

Dann kamen die Planken auf der Bb-Seite…..

Zu! Bis auf den Spund deben dem Ruderkoker.

Dann wuchs der Rumpf an Steuerbord zu, ein herrlicher Anblick auch von innen.

Und nun hat Bart die letzte PLanke drin. Der Rumpf ist zu!

Alles original mit Oregon Pine- und Eichenspanten wieder aufgebaut. Für die hoffentlich nächsten 115 Jahre…

Der stolze Bootsbauer bei seinem Werk, Posen erlaubt!

Natürlich ist jetzt noch viel Arbeit am Rumpf. Die Planken und der Steven müssen noch außen geformt, die Bodenwrangen verbolzt werden. Donnerstag wurde die VA-Bodenwrange eingepasst (Danke Tom!) Der Sprint zum Wasser geht los.

Innen tut sich auch wieder etwas……

Diesen Sonntag haben Stephi und ich endlich wieder gemeinsam Zeit. Nun, wo Bart mit der Außenhaut so Gas gibt, müssen wir innen nachziehen. Gerne wollen wir ja dieses Jahr noch segeln, möglichst im Sommer.

Also mal wieder ins Vorschiff. Letzte Woche waren wir schon beim Matratzenlieferanten, der braucht Maße.

Deswegen greifen wir gemeinsam nochmal zu Ziehklinge, Excenter-, kleinem Schwing- und Multimaster-Schleifer. Um an die „Problemzonen“ zwischen Decksschlinge und Deck zu kommen, testen wir einen LHW, Langhalswinkelschleifer. Ein famoses Gerät für solche difizilen  Stelle –  allerdings mit viel Vorsicht anzuwenden.

Stephi im Einsatz, immer noch findet man Klebstellen……

Das Arbeitzen besteht aus immer nochmal hier und da Leinöl wegkratzen, dann schleifen, erst grob dann fein. Hauptsächlich an den ganzen unzugänglichen Stellen.

Hier sieht man gut die vorderen Felder, die noch eher schwärzlich sind…..

Nach einem sehr erfolgreichen Tag sieht das Ganze dann schon mal so aus:

Oregon Pine hat vom Aussehen her viel Ähnlichkeit mit Pitchpine, dem Holz aus dem viele alte (und natürlich auch neue) Dielenfußböden sind. Ein herlicher Anblick – finden wir…..
Hier sieht man gut den Unterschied vorher-nachher: Links die Ausfachung mit dem Leinöl, auf dem viel Schmutz, aber teilweise sogar auch Schimmelsporen (in den Ecken) hängen, rechts das geschliffene Holz, das später geölt wird. Aber mit Weißöl statt mit Leinöl. Es soll genauso gut konservieren, riecht und klebt aber nicht so.

So sind wir sehr zufrieden am Sonntag Abend und gönnen uns ein Essengehen, statt selber zu kochen.

nun wächst der Rumpf zu…..

schon kurz nach dem Bohren der großen Löcher hat Bart angefangen die Planken wieder einzusetzen., was sich so leicht anhört ist nichzt ganz so trivial. 1. muss die Planke angefertigt werden, ein 3 dimensionales Objekt das sich ja auch noch dreht (Rumpfform) und damit selbst die Form verändert. Als Verbindung zur alten Planke haben wir die Schäftung gewählt. Der große Vorteil ist, das die Planke hinterher wie ein Stück ist, genauso biegt und genauso stabil ist wie früher mal die ganze Planke war.  2. muss die Planek in die Sponung passen (das ist die Aufnahme der Planke am Steven) und 3. sollte sie ganz passgenau sein, damit Sie beim Quellen die alte Planken „verspannt“ und das Schiff somit wieder eine höhere Festigkeit hat als vor der Reparatur.

Bart ist alles 3 ausgesprochen gut gelungen.

Die erste Planke sitzt, was für ein schönes Gefühl! Gut erkennen kann man auch die vorbereitete Schäftung an der 2. Planke.
die 2. Planke besteht aus 2 schmaleren, die 300er Breite war nicht zu bekommen. gut sieht man hier die Kanthölzer und Keile zum anpressen der Schäftungsleimung.
hier kann man schön sehen wie die Planke fixiert wird vor dem Schrauben.
Zu, bis auf den Spund neben dem Ruderkoker. Was für ein Fest.
Dafür von innen zu sehen: die wundeerschönen Planken und diese auch schon Steuerbord.
Nur zur rinnerung, vor kurzem sah der Rumpf von innen noch so aus……

 

nun kommt der Augenblick, wo der Frosch ins Wasser hüpft, oder wie heißt es so schön?

Heute wurde es richtig spannend. Die von Michael Kraske gefertigte Bohrkrone war da. nun gab es kein zurück mehr, wie Bart richtig angemerkt hatte konnten wir ohne Planken besser sehen wo wir hinbohren.

Gemeint sind Stevenrohr und Hennegastrohr (das „Stevenrohr“ vom Ruder).

Ein wenig mulmig ist uns schon, aber was bleibt uns übrig, die Löcher müssen rein.. Viel haben wir philosophiert, sollen wir das mit Laser machen , oder eine „Bohrrampe“, oder …..?

am Ende entscheiden wir uns es wie die Altvorderen zu machen, nur mit Elektrischer Bohrmaschine statt mit Hand.

Hilfslinien auf dem Boden und eine Peilbrett für die seitlich gesehene Höhe sollen treffen helfen.

Bart mit Bohrkrone beim Stevenrohr bohren. Gut zu sehen unsere Peillatte. aus meiner Position gebe ich Bart Anweisung ob höher oder tiefer. Beim Hennegastrohr haben dann sogar 2 Leute gepeilt.

Natürlich haben wir erst eine Probebohrung mit einem 8er Holzbohrer gemacht, kam etas zu weit Stbd raus, nochmal von inne geboht so das beide Bohrungen sich trafen.

Dann die Bohrkrone angesetzt und losgebohrt, Bart peilt selbst die Mittschiffsachse, ich achte auf die Höhe (Steigung) der Bohrung. Schnell wird die Krone heiß, Wasser muss her zum kühlen. Immer 30-45 sek Bohren, dann in den Eimer. trotzdem brennt das bohrmehl, nicht befriedigend.

kurzes Überlegen, dann dei Idee: mit Druckluft in das Piloloch pusten. Jetzt werden die Späne rausgeblasen und die Krone gekühlt. Bart muss eine Brille und Maske aufsetzen, dann geht die Bohrung aber zügig voran, bis die Krone bei der Hälfte ca. immer wieder klemmt. was ist das denn?

Lösung: wir nehmen den Führungsbohrer aus der Krone raus, nun geht es wieder zügiger. auf einmal Frist sich dei Krone innen aus dem Steven, geschafft! auch diese etwas zu weit Steuerbord. aber das wird noch nachkorrigiert, wir sind zufrieden.

Als zweites dann das Henngastrohr. Probebohrung: passt! Die Krone will sich diesmal nicht so recht in das Holz fressen, trotz Kühlluft (mal mehr (bart main er schwebt mit der Krone auf einem Luftkissen, könnte sein ) mal weniger, Vortrieb unbefriedigend.

Bart meint er schärft die Krone nochmal nach seinem Verständniss. Als er wieder aus der Schlosserei kommt frisst sich die Bohrkrone durch das Eichenholz wie durch Styropor.

Übung macht den M…….. Das passt doch schon super, wie gut sieht man im nächsten Bild.
Nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Das Hennegastrohr (Ruderkoker) durch das Loch im Steven geschoben kommt genau mittig im Decksloch an, wenn das keine Massarbeit ist :).

Was für schöne Erlebnisse. un ein Meilenstein bei der Sanierung!

Nun kann der Rumpf zu und die Ruderbeschläge bebaut werden.

Nun mal Cockpit…..

da unsere Zeit ja knapp wird mußte ein Plan her wie wir es trotzdem noch ins Wasser und zu einem schönen Törn schaffen können. Da Bart noch ein wenig mit den Spanten, Bodenwrangen und Planken braucht möchte ich jetzt schon die restlichen Cockpitteile vorbereiten, damit s nach dem Rumpf auch schnell´ mit dem Rest geht.

Also steht heute di tragende Konstruktion des Cockpits an. Das Wetter soll prächtig werden, also früh anfangen um was zu schafen bevor es evtl zu heiß wird.

Als erstes werden noch Reste der alten Cokpitwand entfernt und der rest Träger aus der vorderen Cockpitwand „gepult“. Dann säge ich den vorher schon verleimten Bodenträger auf das alte Maß.

So sah der verleimte Oregonpine Balken aus.

 

2 mal gesägt und über den Abrichter geschoben und es hat die Maße von dem alten Träger. Das Holz ist aber fester und wird damit eine größere Stabilität geben.

Dieser muß nun genau vorne in die Cockpitwand eingepasst werden, danach dann hinten „auf Höhe“ gebracht werden.

Stück für Stück müßen die Auflager eingepasst werden.
hinten kommt der Rumpf schon hoch und ein Spant dient als Auflager, auch hier wieder mit Multimaster und Stechbeitell anpassen.
Der Träger eingepasst, vorne auf das Auflager, hinten in den Spanten etc.
ganz schön heiß brennt die Sonne, so hoch oben (auf Deck Höhe) sind dann schon „sommerliche“ Temperaturen, Schweißtreibend.

Aber trotzdem weiter im Takt, nun soll die Wand als nächstes kommen, die soll diesmal aus Bootsbausperrholz und nicht wie in den 60er Jahren aus Nadelholzsperrholz sein. Dazu wird vorn und hinten die Höhe gemessen, dann die Länge, so kann ich Sie auf dem 12mm Sperrholz anreißen. Nun noch fix die Schiene für die Tauchsäge auf volle Länge bringen und dann kann gesägt werden:

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Einfach auf den Link klicken, dann sieht man mal wie fein soetwas geht.

Nun kann die Platte eingepasst werden. erst wieder vorne, dann wenn sich diese ganz reinschieben lässt, hinten.

sauber eingepasst steht die Wand auf dem Träger und steckt vorne bis zur Küche drin 🙂

Nun noch die Träger für die Sitzducht, die stützen sich Teilweise auch bis zu den Spanten runter und geben so dem Boden nochmal mehr halt. Außerdem solllen hier später die Wände zur Abtrennung und Dämmung des Motorraums ran.

So ungefähr sieht es dann später mal wieder aus. nun kann alles wieder demontiert werden und von der Backskisteninnenseite versiegelt werden. wobei die Hölzer alle angezeichnet sind um die Leimverbindungen nicht zu übermalen. Ein schweißtreibender aber befriedigender Sonntag war mal wieder vorübernun hat man aber das Gefühl eine Chance auf segeln diesen Sommer zu haben.

….nun aber :)

geht es wirklich voran. Barth hat diese Woche viel Holzteile eingepasst. So sieht die Hacke (zwar noch demontierbar) wieder gut aus, inkl. dem Schlussholz andem später auch das Ruder hängt.  Der nächste Schritt ist einleimen und Schrauben, dazu müßen wir aber noch einen Kielbolzen machen auf den wir warten wie auf unsere Bohrkrone für Stevenrohr ud Hennegastrohr. Hoffentlich kommen die morgen, dann können auch diese schweren Schritte gemacht werden, Meilensteine.

Das Totholz am Kiel und die Hacke sind eingepasst zum verleimen. Der genaue shape kommt später.
neuer Spant mit Bodenwrange, langsam wird es!
schön zu sehen: der neue Spant (schon verschraubt an dem Steven) mit der neuen Bodenwrange fertig zum verbolzen.
hier liegen die Rohlinge für die Beiden neuen Spanten vom letzten Wochenende. die werden morgen weiter eingepasst und zum verleimen vorbereitet.