Probesegeln!

Aufstehen, Frühstücken und zum Boot, Heute soll gesegelt werden, aber erst um 15 Uhr.  Wie die Motortour wieder mit Tomas. Vorher wird im Salon geschliffen und ich plane Elektrik und Wasserlauf. Ab 14 Uhr räumen wir alles Material und Werkzeug auf den Steg und decken die Plane darüber, danach Motor an und auslaufen. Großsetzen mit der „Captive“ Winsch (so würde man es heute ganz modern nennen) am Mast ist schon spannend, 55qm wollen den Mast hochgekurbelt werden, aber es glückt, danach die Fock hoch, hier per Hand ohne Winsch, dann kommt im Fall ein eingesetzter Bock runter, hier nun nochmal das Fall rumgelegt und  runtergelegt auf den Belegnagel, 2: 1 Untersetzung, noch nie so gesehen, man lernt halt nie aus. Wenn man das dann noch mit Fußarbeit unterstützt kommt man auf ganz passablen Druck auf das Vorliek, der Segelmacher in mir hätte manchmal gerne noch mehr…..

So segeln wir auf dem Mälaren direkt vor Reimersholmen und Langholmen auf und ab, das erste mal unter segeln, Stephie steuert, wir halten Ausschau bei dem ganzen Verkehr der hier wie auf einer Kreuzung einmal vor und zurück in unsere Richtung geht, aber auch fast 90° dazu aus der Stadt Richtung Süden und umgekehrt. Spannend mit so einem Langkieler, der ja doch anders reagiert wie die Kurzkieler oder gar T-Kieler die wir sonst gewohnt sind. Aber man merkt sofort, Mirella segelt prächtig, einzig die angegeben 8to bezweifeln wir, zu recht, wie sich später rausstellt (10to).

Nach einer Stunde holen wir die Segel ein und ich Motore Richtung Steg und fahre mal unseren ersten Anleger, geht sehr gut, Mirella liegt wieder am Platz.

Um nicht immer über den Bugsrit ein- und aussteigen zu müßen, und da die Nachbarplätze ehh frei sind, legen wir uns Tagsüber dann immer Paralell zum Steg, so kann man z.B. mit Holzteilen die Zugesägt werden müßen schnell auf den Steg gehen, danach das Teil wieder an Bord einpassen.

Also weiter fleißig sein. Stephie machte den Salon weiter und die Arbeitsplatte der Spüle, da diese auch nicht sehr appetitlich aussah. Da ich im Vorschiff soweit durch war ging ich erstmal an die Konzipierung der Heizung, hatte ja nur eine Heizung, einen Tank, reichlich Schläuche etc. eingepackt, nun musste ich mal schauen wo das alles gut und Platzsparend unterzubringen ist, denn Backskisten hat Mirella keine sehr großen und auch nicht sehr viele.

Schnell war klar, der Heizungsabgasauslass muss hinten oben raus kommen, da das Heck viel zu schön ist, und die Seiten wohl immer durchs Wasser ziehen können. Später ließ ich diesen vorläufig bei Betrieb hinten aus der offenen Klappe schauen, dazu wird das Wellrohr immer aus dem Loch das es führt gezogen und vor der Klappe rausgeführt. Das Aggregat bekommt seinen Platz in der Bb Backskiste achtern, nach hinten reingeschoben, der Tank auch in die achtere Backskiste, die ist vorne gerade hochgenug, um diesen aufzunehmen. Der Warmluftschlauch führt dann von der Heizung durch den Motorraum, der Ölzeuglast (macht ja Sinn zum trocknen) unter der Naviecke , unter der Bb Koje, durch den Schrank bis ins Vorschiff. Ein Auslass vorne im Salon, ein weiterer Vorberetet beim Niedergang, ein Ausgang im Vorschiff, das muss für die Tour ersteinmal reichen.

Soweit schonmal ein Plan, die Durchführung wurde dann auch begonnen, sprich Heizaggregat einbauen, Tank hinten einbauen, vorher überlegen wo denn noch der Landanschluss hinsoll, sowie die Heckdusche alles wird in die Achtere Backskiste geplant, wie oben ausgeführt soll ja von dem modernen Kram nix zu sehen sein. Tja, und dann ist auch dieser Tag schon wieder vorbei. Der geölte Salon sieht jetzt richtig schön aus, die Arbeitsplatte wie neu, Stephie hat richtig was geschafft, ich viel geplant und angefangen, nix ist funktionsfähig, trotzdem bin ich recht zufrieden. Abendprogramm wie am Vortag, aber wir Beide sind schon müder……

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